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Viel mehr als verzichten

Fasten gehört im Frühjahr für Viele zu den absoluten Must-dos. Wir zeigen drei Wege für ein besseres Körpergefühl, die nicht immer mit Essen zu tun haben.

 

Viele assoziieren das Wort Fasten mit Verzicht, Hungergefühl und Diät. Dabei kann man viel mehr fasten als nur Lebensmittel und es ist keineswegs ein negativer Verzicht, sondern vielmehr ein Gewinn für Körper und Seele. Dabei geht es nicht immer darum, genau die christlichen 40 Tage vor Ostern einzuhalten.

Vielmehr gilt, mentale Stärke zu beweisen, Krankheiten zu bekämpfen oder einfach bewusster mit Ernährung umzugehen. Wir stellen drei Fasten-Methoden vor und zeigen darüber hinaus Alternativen für diejenigen, die sich nicht in ihren Speiseplan reinreden lassen möchten.

 

Heilfasten

Was ist das

Der Arzt Dr. Otto Buchinger entwickelte das klassische Heilfasten. Bei der reinen Trinkkur werden nur Gemüsebrühe, Tees und Säfte getrunken, überwiegend ungesüßt. Festes Essen steht nicht am Speiseplan. Zusätzlich entschlackt man den Darm mit Abführhilfen wie Glaubersalzen. Auch ein Einlauf ist möglich, um den Darm zu reinigen.

 

Was bringt es

Die Methode aktiviert die Selbstheilungskräfte des Körpers und soll auch bei chronischen Entzündungen helfen. In vielen Kurkliniken kann man diese Art des Fastens auch ärztlich begleiten lassen.

Otto Buchinger entwickelte diese Methode aufgrund seiner Rheumaerkrankung und eröffnete 1920 die erste Klinik für Heilfasten. Ein dauerhafter Gewichtsverlust steht nicht im Vordergrund.

 

Wie lange soll man es machen

In den ersten zwei bis drei Entlastungstagen verzichtet man auf Genussmittel wie Alkohol, Nikotin oder Süßigkeiten und stellt den Speiseplan auf leicht bekömmliche Kost um. Mit einer Darmentleerung beginnt die fünftägige Fastenphase.

Man soll nicht mehr als 600 Kalorien aufnehmen und darauf achten, dass man trotzdem genügend Mineralstoffe zu sich nimmt. Am letzten Tag bricht man die Fastenzeit mit einem reifen Apfel. Danach beginnen die Aufbautage mit wiederum leichter Kost.

 

Für wen ist die Methode geeignet

Für jeden, der sein Durchhaltevermögen testen und dem Körper etwas Gutes tun will.

Foto (c) Manki Kim on Unsplash

 

Fasten nach Hildegard von Bingen

Was ist das

Die Benediktinerin Hildegard von Bingen setzt auf eine Methode, bei der man 800 Kalorien täglich zu sich nimmt. Neben Gemüsebrühe mit Dinkelschrot und frischen Kräutern sind auch gedünstete Äpfel und Fencheltee erlaubt. Nebenbei sollte man meditieren und etwas Spazieren gehen oder nur leichten Sport betreiben.

 

Was bringt es

Gewichtsverlust, Befreien von Giftstoffen und Schlacken (gummiartige bis feste, teilweise tiefschwarze "Materialien", die ausgeschieden werden) sind nur einige Auswirkungen der Fastenkur. Vielmehr geht es darum, Probleme, Sorgen, Krankheiten und Konflikte zu überwinden und den Körper ganzheitlich zu reinigen.

 

Wie lange dauert es

Wie bei Buchinger gibt es auch hier drei bis vier Vorbereitungstage mit viel Obst und Gemüse und möglichst wenig tierischen Produkten. Gefastet wird dann drei bis sieben Tage, gefolgt von drei bis vier Aufbautagen mit warmer und gut verdaulicher Kost.

 

Für wen ist die Methode geeignet

Für jeden, der sich mit körperlichen und seelischen Beschwerden auseinandersetzen möchte und offen für Meditation und Schwingungen ist.

 

Intervallfasten

Was ist das

Man wechselt zwischen längeren Essenspausen und ganzen Fasttagen. Am gängigsten ist die Methode 5:2, also fünf Tage wie gewohnt, aber dennoch kalorienbewusst und fettarm essen. An zwei Tagen wird gefastet.

Man verzichtet dann auf Kohlenhydrate wie Brot, Nudeln und Kartoffeln und auch auf Zucker. Varianten sind zum Beispiel 16 Stunden inklusive Nachts nichts zu essen oder eine Mahlzeit pro Tag ausfallen zu lassen.

 

Was bringt es

Bei dieser Methode gibt es keinen Jojo-Effekt, weil man sie das ganze Jahr über anwenden kann. Egal ob Fastenzeit oder nicht. Man kann sie individuell auf die Bedürfnisse abstimmen und muss auch bei Feiern nicht auf gutes Essen verzichten.

 

Wie lange dauert es

Die Methode kann beliebig angewendet werden. Viele beginnen in der Fastenzeit und halten es seitdem durch. Weil man nicht direkt verzichtet, ist diese Methode recht einfach umzusetzen.

 

Für wen ist die Methode geeignet

Für jeden, der mit dem Fasten beginnen möchte und keine Lust auf großen Verzicht und Hungergefühl hat.

 

Alternativen, die nichts mit Essen zu tun haben:

•   Smartphonefreie Zeiten bewusst einteilen
•   Plastikfrei einkaufen
•   Auf das Auto verzichten und stattdessen mit Fahrrad und Öffis fahren
•   Konsumfasten (keine Dinge kaufen, die man nicht wirklich braucht)
•   Auf Fleisch und andere tierische Produkte verzichten
•   Ein paar Tage nicht jammern und dankbar für alles sein, was ist und was kommt

Titelbild (c) Massimo Rinaldi on Unsplash

 

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