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Foodtrends: Wie wir essen

Noch nie sah man in den sozialen Netzwerken so viele Menschen Brot backen und Gemüse einlegen wie in Zeiten von Corona. Die gewonnene Zeit nutzen viele, um ihr Essverhalten zu überdenken und Neues auszuprobieren. Das führte unweigerlich zu einer Veränderung unseres Essverhaltens. Wir zeigen drei wesentliche Foodtrends, die dabei entstanden sind.

 

Die österreichische Ernährungswissenschaftlerin und Foodtrendforscherin Hanni Rützler beschäftigt sich schon seit Jahren mit unserem Essverhalten. In ihrem Food Report 2021 legt sie den Fokus vor allem auf Corona und die damit einhergehende Wirkung auf die Gastronomie. Dabei entstanden interessante Ergebnisse.

 

Ghost Kitchens

(c) Unsplash

Ghost Kitchens sind Restaurants ohne anwesende Gäste und Gastraum. Stattdessen liefern diese ihr Essen über Plattformen wie Lieferando und Deliveroo direkt an die Gäste aus. Bekannt ist diese Art der Bewirtung schon seit mehreren Jahren, dennoch gewann sie durch die Pandemie enorm an Bedeutung.

Viele Restaurants verzichten mittlerweile ganz auf anwesende Gäste und konzentrieren sich nur noch auf den Bringservice. Damit sparen sie Servicepersonal, Räumlichkeiten und Ausstattung. Auch die Arbeit im Home Office verstärkte diesen Trend.

 

Sober Curiosity Movement

Ein Gläschen Wein zur Pasta oder ein Bier nach Feierabend – was früher oft als selbstverständlich galt, verlor in den letzten Monaten immer mehr an Bedeutung. Stattdessen setzt sich gerade unter den Millenials der Trend zur Sober Curiosity durch. Vor allem diese Generation legt mehr Wert auf gesunde und ausgewogene Ernährung.

(c) Unsplash

Tees wie die von Kombucha oder auch diverse Säfte, manchmal sogar aus eigener Herstellung werden immer beliebter. Ein Trend, der sich auf den Speisekarten der Restaurants zeigt: Dort findet man immer mehr ausgefallene Angebote wie Infused Water (Wasser mit Zitrone, Gurke oder Kräutern) selbstgemachte Eistees und alkoholfreie Cocktails. Übrigens: Auch im eigenen Heim werden immer mehr Getränke-Kreationen ausprobiert.

 

Die Vielfalt macht’s

Mit der Industrialisierung nach dem zweiten Weltkrieg wuchs die Landwirtschaft. Während die Landwirte früher weniger, aber dafür viele verschiedene Produkte anbauten, konzentrieren sie sich seit der Industrialisierung vermehrt auf Monokulturen in Massen, legen den Fokus also nur auf ein Produkt.

Ein gefährlicher Trend, der den Einsatz von Pestiziden unumgänglich machte und gleichzeitig den Klimawandel und damit den Biodiversitätsverlust verstärkt. Doch es gibt eine Gegenbewegung, die mit Corona stärker wurde. Gastronomen bevorzugen mittlerweile vermehrt regionale und saisonale Produkte von heimischen Bauern.

(c) Unsplash

Köche experimentieren mit „alten“ Lebensmitteln und sorgen somit dafür, dass vergessene Geschmackskomponenten an die Front gelangen. Dazu zählen zum Beispiel Gemüsesorten wie Pastinaken und Steckrübe, aber auch Fleisch von alten Nutztierrassen wie dem Steinschaf.

(c) Unsplash

 

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