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Designhauptstadt Lille

Als erste Stadt Frankreichs holte sich Lille den Namen Designmetropole. In der Endausscheidung 2019 setzte sie sich durch und gewann den Titel Weltdesignhauptstadt für 2020 – gegen die australische Metropole Sydney.

 

Seit dem 6. Dezember 2019 steht die Stadt Lille in der nordfranzösischen Region Hauts-de-France ganz im Zeichen des Designs. Bereits 2004 überzeugte die Stadt als europäische Kulturhauptstadt. Zu diesem Anlass präsentierte Lille ein umfassendes Festprogramm ganz im Zeichen von Innovation und Überraschung.

Nach Turin, Seoul, Helsinki, Kapstadt, Taipeh und Mexiko City ist Lille die siebte Stadt, der dieser Titel verliehen wurde. Zudem erhielt nicht nur Lille selbst den Preis, sondern mit ihr 90 Gemeinden, die zur Metropolregion gehören. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen, somit behält Lille den Titel bis Ende 2021.

Dieser Titel sei für Lille nicht nur eine Ehre. Vielmehr wäre er ein Sprungbrett und ein Beschleuniger für wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Wandel, erzählt Damien Castelain, Präsident der Métropole Européenne de Lille.

 

Hintergrund

Die World Design Organisation, welche den Titel alle zwei Jahre vergibt, ist eine Nichtregierungsorganisation, die 1957 ursprünglich zur Förderung des Berufes Industriedesigners gegründet wurde. Kern ihrer Arbeit ist es, sich für Innovationen einzusetzen, und durch industrielles Design eine bessere Welt zu schaffen.

Das schafft sie, indem sie gemeinsam mit 150 Mitgliedsorganisationen internationale Programme durchführt. Dazu gehören zum Beispiel die World Design Capital, World Design Talks, World Design Impact Prize, Interdesign und der World Industrial Design Day.

Best Western Premier - Why Hotel - Lille (c) Romain Morel on Unsplash

 

Innovation 2.0

Leider meinte es das Jahr 2020 nicht gerade gut mit Lille. Aufgrund der Corona-Pandemie war es nicht möglich, die zahlreichen Veranstaltungen im geplanten Ausmaß durchzuführen. Trotzdem war es kein verlorenes Jahr. Denn der Preis ermöglicht es, das Design und die Dynamik der Stadt nachhaltig zu verbessern und umso stärker in das neue Jahr zu starten. Nach den neuesten Regierungsrichtlinien wurden leider erneut alle Ausstellungen und Veranstaltungen abgesagt.

Trotzdem wird die World Design Capital weiterhin digital weiterleben. Bereits seit dem 9. September finden Konferenzen und Workshops auf der Website designiscapital.com statt. Bis zum 15. November zeigt Lille ein Programm, bei dem Design mit den Themen Klimawandel und Corona-Pandemie in den Kontext gestellt werden. Denn diese beschleunigen einen wirtschaftlichen, ökologischen und auch einen erheblichen gesellschaftlichen Wandel.

Deshalb widmet sich Lille kreativen Lösungsansätzen. Den gesamten Programmmittelpunkt bilden die sogenannten POCS (Proofs of Concept). Hierfür vereinten sich Unternehmen, Gemeinden, Verbände und Universitäten sowie die kreativen Köpfe dahinter und boten in verschiedenen Ausstellungen, Vorträgen und Workshops einen Einblick in ihre Arbeit. Einen Überblick über das komplette Programm finden Sie hier.

Kreative Köpfe arbeiteten an rund 300 Projekten. So fertigte zum Beispiel Diana Scherer aus Deutschland Kleider aus domestizierten Wurzeln, der Grieche Kostas Lambridis designt und baut Möbel aus Plastik, Glas, Holz- und Metallkisten.

Street Art Lille Frankreich (c) Guillaume Loyaux on Unsplash

 

Was bleibt

Lille trotzt Corona, denn Ausstellungen wurden nicht abgesagt, sondern online ausgetragen oder teilweise auf nächstes Jahr verschoben. So zum Beispiel die Ausstellung "Colors etc.", die normalerweise für Herbst 2020 geplant war. Sie findet nun vom 9. April bis 12. September 2021 im Tripostal in Lille statt.

Die Ausstellung behandelt unser Verhältnis zur Farbe. Wie fühlen wir sie? Können wir sie riechen und diesen Geruch mit einer Farbe verbinden? Wie fühlen sich Farben an? Können wir sie hören?

(c) Ausstellung "Colors etc." Les Monseigneurs

Ausstellung "Colors etc." Miami Pink (c) Fernando Laposse

 

Ein anderer Teil der Ausstellung ist der außergewöhnliche Umgang mit Farben von Jan van Eyck. Mit Hilfe von transparenten Ölfarben und Lacken verlieh er seinen Werken ganz neue Farbtöne mit einer noch nie dagewesenen Sättigung und Klarheit.

 

Ausblick

Auch wenn Lille das Gewinnerjahr nicht so zelebrieren konnte, wie es der Stadt gebührt hätte, so war der Preis dennoch ein Erfolg und auch eine Festigung für die Zukunft der Region.

Um die Wartezeit etwas zu verkürzen, bis man wieder ganz unbesorgt reisen kann, dürfen Sie sich mit unserer Bildergalerie schon mal nach Lille träumen.

Titelbild: Lille (c) Artem Gavrysh on Unsplash

(c) Hugo Clément on Unsplash

Kathedrale von Lille (c) Unsplash

Einkaufszentrum Euralille (c) David Werbrouck on Unsplash

Belfried (Glockenturm) von Lille (c) Steven Lasry on Unsplash

 

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